Wie du Island günstig bereisen kannst

Island ist ein ausgesprochen teures Reiseland und wenig Budget-freundlich.  Wer die Insel bereisen möchte, muss dies leider berücksichtigen und sich im Klaren sein, dass man bei allem tiefer in die Tasche greifen muss. Doch es gibt einige Tricks, wie du günstiger über die Ring-Road kommst.

 

 

Flüge
Die Flugpreise halten sind wirklich in Grenzen. Wer bei den Flugtagen flexibel ist, kann auf Skyscanner Flugpreise vergleichen.  Wer weit im voraus bucht, kann hier ein tolles Angebot ergattern.
Die Airline Germania fliegt ab Nürnberg für 59€ pro Strecke. Air Berlin fliegt ab Düsseldorf für 80€ pro Strecke. Ab Köln kannst du mit Eurowings für 90€ fliegen und ab Berlin mit Wow Air 150€. Bei einigen Airlines und Preisen ist das Gepäck sogar schon enthalten.
Alle Preise beziehen sich auf Flüge während der Hauptzeit im Juli 2018.

 

Unterkünfte
Wer nicht wählerisch ist und kein Problem hat im Mehrbettzimmern zu nächtigen, kann ab 19€ in Reykjavik in einem der zahlreichen Hostels übernachten. Auch hier ist das Timing entscheidend, denn in der Hauptsaison sind den Preisen keine Grenzen gesetzt.
Ich habe damals 36€ für ein Bett in einem 16-er Dorm gezahlt, ohne Frühstück wohlgemerkt. Die Schlafqualität glich der einer Bank im Hauptbahnhof...!
Outdoor-Freunde kommen auch in Reykjavik voll auf ihre Kosten und können auf einem der zahlreichen Camping-Plätze ihr Zelt aufschlagen. Neben dem HI City Hostel gibt es einen Campingplatz ab 15€/Nacht. Die Hostelanlage, sowie die Küchen können mitgenutzt werden.
Tipp: Direkt neben dem City Hostel/ Campingplatz befindet sich das  Laugardalslaug Schwimmbad mit vielen Hot Tubs. Der Eintritt liegt bei ca. 7€. Für Island ein richtiges Schnäppchen!
Rund um die Insel findest du viele weitere Campingplätze, die etwas günstiger sind. Einige haben sogar WLAN Zugang und sind mit kleinen Supermärkten ausgestattet. Umso weiter man sich von der Touristen-Route wegbewegt (Golden-Circle) bis hin in den Süd-Osten des Landes umso abenteuerlicher wird es.  
Auf Island gilt das Jedermannsrecht nicht, wird aber oft geduldet. Einige Besitzer lassen Reisende auch für einen kleinen Obolus im Garten zelten. 

Eine alternative die komplett umsonst ist, ist das Couchsurfing. Hier quartierst du dich bei Einheimischen ein, die du über das Portal kennen gelernt hast.

Weitere Unterkünfte und Angebote findest du hier: Booking.com oder Agoda.com

 

Transportmittel
Auch die Mietwagen sind sehr teuer und daran sollte man auf Island  nicht sparen. Die meisten Straßen sind nur mit einem Allrad-wagen befahrbar und das garantiert leider auch nicht, dass man überall hinkommt. Wir hatten damals einen Jeep gemietet und sind bei der Überquerung eines Gletscherflusses stecken geblieben. Zum Glück sind die Isländer sehr hilfsbereit und haben für den Fall der Fälle immer Hilfsmittel dabei. So konnte uns ein Tour-Bus schnell herausziehen.
Falls du andere Reisende kennen gelernt und ihr dieselbe Reiseroute habt, würde ich empfehlen einen Mitwagen zu mieten. Auf Couchsurfing findest du zu jedem Reiseland etliche Gruppen und kannst dich im Vorfeld schon mit ihnen zusammenschließen.
Eine alternative ist das Trampen. Ich habe dies drei Mal auf Island gemacht und habe immer nur 5 Minuten warten müssen. Ich hatte tolle Gespräche mit Einheimischen und konnte so viel über die Kultur und das Leben erfahren. Mit Julia, einer Auswanderin aus Deutschland bin ich von Reykjavik nach Akyureri getrampt und durfte in deren Garten campen. Am nächsten Morgen habe ich mich von ihr zu einer Reitstunde überreden lassen und hatte eine wirklich Wahnsinns Erfahrung gemacht.
Wenn du auf Nummer Sicher gehen möchtest, kannst du dir einen Bus-Pass  kaufen. Der Pass einmal um die Insel kostet ca. 375€. Es gibt auch Buspässe für Teilstrecken oder One way Strecken.
Die Buspässe findest du hier: Reykjavik Excursions 

 

Essen:
Als ich den ersten Morgen 14€ für zwei Brötchen, Käse und eine Kaffee gezahlt hatte, habe ich mich ernsthaft gefragt wie ich drei Wochen auf Island überleben sollte, ohne komplett Pleite zu sein.
Was man dort definitiv lernt ist kein Essen wegzuschmeißen. In den Hostels gibt es free  baskets, in den Lebensmittel kommen, die von Reisenden gekauft aber nicht mehr gegessen werden, im Falle der Abreise zum Beispiel. Hier kommt eine ganze Menge zusammen und jeder kann sich nach Lust und Laune bedienen, bevor etwas weggeschmissen wird.
Meistens werden dann auch große Portionen gekocht und an die Gäste verteilt.
Essen wie die Einheimischen: Alles was auf der Insel produziert wird ist natürlich günstiger,  so dass du dich mit Regionalem Essen eindecken solltest. Skyr ist ein traditioneller Quark, reich an Proteinen und macht unglaublich satt. Er wird mit einer Art Keks gegessen und ist in diversen Geschmacksrichtungen erhältlich. Wer Fisch mag, ist hier im absoluten Paradies. Trockenfisch und Trockenfleisch sind auch beliebte Regionale Produkte.
Generell sollte man in Supermärkten einkaufen und sich gleich für mehrere Tage eindecken.
Alkohol solltest kannst du nur in Liquor Stores oder Bars kaufen. Ein Bier kostet in Reykjavik um die 7-8 Euro. Da endet der Abend schneller als man denkt. Trick 17, das kaufen von Alkohol im Duty free shop wurde von den meisten Reisenden am häufigsten genutzt.
Auf Island ist das Leitungswasser= Trinkwasser und auch wirklich gut trinkbar. Wichtig ist, dass man immer nur kaltes Wasser abfüllt, sonst schmeckt das Wasser nach Schwefel!!!

 

Sehenswürdigkeiten

 Die meisten Sehenswürdigkeiten sind umsonst, sodass du nur etwas für den Transport dorthin zahlen musst. Falls du kein Auto zur Verfügung hast, kannst du in Reykjavik problemlos Touren buchen, die aber ordentlich aufs Budget schlagen. 

 

Mein Fazit:
Island war jeden einzigen Euro wert und wer die einfachen Tipps und Tricks beachtet, kann die Insel auch Budget-freundlich bereisen. 

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