Reisemotivation - Der Sinn des Reisens und warum du dich nicht abhalten lassen solltest!

 

 

Einige Monate habe ich hin und her überlegt, ob ich den Sprung in die vollkommene Freiheit noch ein Mal wagen soll. Alle Zelte abbrechen, die Wohnung aufgeben, den Job kündigen, alle Möbel einlagern, Abschied nehmen von Familie und Freunden. Und der Gedanke an danach. Eine neue Wohnung und einen neuen Job suchen. Mich wieder an das Leben im sozialen Konstrukt gewöhnen, Terminen hinterher jagen, Verabredungen einhalten. 

Nicht das ich das nicht gerne mache, irgendwie gibt es einem ja auch eine Art Struktur um irgendwie durch den Tag zu gelangen. Mal leichter, mal schwerer. 

Eigentlich ist mein Leben super. Ich bin nicht unglücklich. Meine Grundstimmung ist tendenziell positiv, egal wo ich mich befinde. 

 

Man muss nicht reisen um ein einigermaßen glückliches Leben zu führen. Gewiss nicht, auch zuhause kann man sich bewähren. Kann an Herausforderungen wachsen. Aber reisen macht es einem möglicherweise leichter, zu dem Leben zu finden, das man will. 

Es ist ja wie mit Beziehungen und dem glücklich sein. Im Grund genommen solltest man 100% (mehr oder weniger) glücklich mit sich selbst sein. Der Partner sollte nicht den Zweck erfüllen, einen glücklich oder vollkommen zu machen. Eine Beziehung ist dazu da dein Glück vielleicht noch zu intensivieren, es teilen zu können, aber nicht um den fehlenden Anteil deiner 100% zu ergänzen. Wer das glaubt, der hat was falsch verstanden (meiner Meinung nach). 

 

Dasselbe gilt auch unbedingt fürs Reisen!!! Eine Reise sollte keinen “um zu”-Grund haben.

Suche das Glück in dir. Suche den Sinn in dir. Such die Antworten in dir.


Ich reise weil ich Lust dazu habe, mich neuen Herausforderungen stellen möchte, neue Sprachen lernen und andere Kulturen erleben möchte und nicht weil ich unglücklich mit meinem Leben bin! Außerdem habe ich keine Angst davor, danach etwas zu vermissen. Werde ich danach einen genau so guten Job haben? Wer weiß, vielleicht sogar einen viel besseren. Werde ich eine genau so schöne Wohnung haben? Keine Ahnung. Vielleicht will ich danach ja gar nicht mehr da wohnen, wo ich jetzt bin. 

 

Besonders jetzt vor meiner langen Reise merke ich, wie viele Menschen mir bei dieser Entscheidung zureden und es toll finden. Einige jedoch begegnen einem mit Unverständnis und Neid. Gefolgt von Küchenpsychologie - von Flucht und Verantwortungsbewusstsein ist die Rede.  Die Auf und Davons seien wir. Die wir ja lieber verschwinden, als uns dem Leben zu stellen. 

 

So glauben die Daheimgebliebenen doch tatsächlich, dass man es ihnen gleich tuen muss und fordern uns auf, ähnlich übersichtlich und zaghaft wie sie das Leben hinter sich zu bringen. 

Vielleicht weil sie selber mal von einer anderen Zukunft träumten? Vielleicht weil sie es auch tuen würden, wenn sie ihr Haus nicht abzahlen müssten, bis sie 70 sind. 

 

Diese Aussagen und damit einhergehenden, negativen Gedanken sollten dich dennoch nicht von der Verwirklichung deiner Träume abhalten. Wenn du deinen Gedanken glaubst und dich als das ausgibst, was sie dir einreden, dann identifizierst du dich mit ihnen. 

”EIN VOGEL HAT NIEMALS ANGST DAVOR, DASS DER AST UNTER IHM BRECHEN KÖNNTE. NICHT, WEIL ER DEM AST VERTRAUT, SONDERN SEINEN EIGENEN FLÜGELN. VERLIERE NIE DEN GLAUBEN AN DICH SELBST.“

 

 

Nichts ist sicher in der heutigen Zeit, lass dir also nicht einreden, dass du dir zunächst "etwas aufbauen" musst. Was genau frage ich mich dann immer? Ich bin wer ich bin und nicht das was ich an materiellem Besitze. Wenn ich heute alles und jeden Schritt abwäge und der Gedanke an die Sicherheit von meinen wahren Wünschen abhält, was ist das dann Wert? Unser Leben, die Umgebung, eine Beziehung, die Gesetze, eine Freundschaft, die Lage in der Wirtschaft, überhaupt alles ist nicht sicher sondern in einem ständigen Wandel.

 

Was heute noch als sicher galt, kann morgen eine 180° Grad Wendung machen. Keiner kann vorhersagen wie die Welt oder dein Leben in 10 Jahren aussieht und welche wirtschaftliche Lage wir haben.

Das ist aber auch nicht schlimm, es verlangt nur ein Umdenken.

 

Man wird es im Leben nie allen recht machen können und sollte sich darauf besinnen, dass es einem selbst gut geht und an seinem Erfolg oder sonstigen Wohlergehen festhalten. Wir brauchen Anders- und Querdenkende, die über den konventionellen Tellerrand schauen, gegen den Strom schwimmen und neue und wichtige Impulse setzen.

 Lass dich also nicht von Meinungen oder Gedanken anderer beeinflussen. Vertraue auf dich selber und deinen Fähigkeiten. Sei mutig, genieße die kleinen Dinge und höre niemals auf zu träumen! 

 

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