Laos

 

Wer Asien liebt und Lust auf unvergessliche Natur hat, kommt am entspannten Laos nicht vorbei. Das facettenreiche Land beherbergt alles was ein Backpackerhherz sich wünscht. Eine einmalige Berglandschaft, den schönsten Wasserfall den ich je gesehen habe und eine Feierszene, die sich sehen lassen kann.

 

Der Norden Laos zeichnet sich durch seine kühleren Temperaturen, seine Regenwälder und Berglandschaften aus, der Süden dagegen durch seine zahlreichen Wasserfälle und Reisfelder.

 

Laos ist das Land der Schlaglöcher und Stromausfälle. Jede noch so kurze Strecke wird aufgrund von fehlendem Straßenmaterial und Baustellen zu einer Tagestour. Stromausfälle kommen so häufig vor, dass man sich bei der Einreise am besten direkt eine Sim Karte kauft oder sich einfach an eine lange Internetfreie Zeit einstellt. 

 

Die Menschen hier sind entspannt und fröhlich, als könne sie nichts aus der Ruhe bringen. Nicht umsonst nennen es viele auch "laid-back-Laos" und nicht umsonst weisen Schilder in Restaurant und Cafes darauf hin, dass man sich entspannen und Ruhe bewahren soll, man sei schließlich in Laos.

Spätestens an Tag 3 im Land, macht man sich daher schon bei mittelmäßigem Hunger auf den Weg ins Restaurant. Warten bis alle am Tisch ihr Essen haben ist unmöglich, da dies gerne mal eine weitere Stunde dauern kann (oder der Strom ausgefallen ist).

 

Laos ist definitiv einzigartig und hat einiges zu bieten. Nicht zu touristisch aber auf Touristen ausgerichtet. 

 

 

Luang Prabang

Von Hanoi kommend, fällt eines bei der Fahrt zum Hotel direkt auf. Die Straßen sind sauber, es liegt kein Plastik herum, nirgends. Der Verkehr ist sogar ein bisschen strukturiert und der Taxifahrer fährt nicht, als müsse er vom Leben davon fahren. 

Luang Prabang ist seit 1993 Unesco Weltkulturerbe und hat die Auflage bekommen, nicht höher als 2 Stockwerke zu bauen. Daher sieht hier alles noch sehr ursprünglich aus und Hotelbunker findet man hier kaum. Die Stadt liegt direkt am Mekong und seinem Nebenfluss und eignet sich daher besonders gut für Flussrundfahrten. 

 

Der Stadtkern ist klein und mit dem Fahrrad in 20 Minuten abgefahren. Besichtigen kann man hier den Wat Xiang Thong, der bei Sonnenuntergang besonders schön aussieht und die goldene Fassade glänzt. 

 

Bei Sonnenaufgang kann man an der Straße vor der Tempelanlage die Mönche beim Sammeln der Almen beobachten. Hier erhalten Mönche Essenspenden von Gläubigen und tief religiösen Einheimischen. Dieses Erlebnis ist tief spirituell und für die Mönche von großer Bedeutung. Daher sollte man sich das Spektakel auch nur aus der Ferne ansehen und vor allem den Kamerablitz ausschalten! Spenden von Touristen oder anderen Glaubensgemeinschaften als dem Buddhismus werden übrigens direkt in den Müll geworfen!

 

Mount Phousi liegt direkt im Stadtkern und ist die höchste Erhebung von der aus man den Sonnenaufgang und den Sonnenuntergang beobachten kann. 

 

Mein absolutes Highlight liegt allerdings 25 Kilometer von Luang Prabang entfernt. Der Kuang Si Waterfall ist der schönste Wasserfall, den ich je gesehen habe. Wer sich hier in der Früh auf den Weg macht entkommt rechtzeitig den Massen und den Reisebussen und kann den Wasserfall in voller Pracht und nahezu alleine genießen. 

Der Wasserfall teilt sich nach unten hin in viele kleinere Wasserfälle und Cascade auf in denen man auch schwimmen gehen kann. Einige Teile sind recht tief, rutschig und vor allem steinig. 

Das hellblaue Wasser lässt ihn surreal und unecht wirken und irgendwie aus einer anderen Welt. Ein steiler  Rundweg führt einmal hoch zur Quelle des Falls und auf der anderen Seite wieder runter. Sportschuhe daher nicht vergessen!! 

 

Wer in den Sommermonaten in Luang Prabang ist kann sich über die ein Mal im Jahr neugebaute Bambusbrücke trauen. Diese wird jedes Jahr nach den Regenmonaten wieder aufgebaut, da sie sonst weggeschwemmt würde. Solche Brücken gibt es in Laune Prabang mehrere, alle führen über den Mekong und verlangen ein kleines Eintrittsgeld für die Brückenbauer. 

 

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